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Die Lebensversicherung ist für viele Menschen eine der wichtigsten Versicherungen, denn sie sichert die Hinterbliebenen im Todesfall finanziell ab. Viele Anleger kombinieren die Absicherung ihrer Familie mit einem Sparvertrag fürs Alter und schließen deshalb eine Kapitallebensversicherung ab.
Eine besondere Form der Kapitallebensversicherung, die in den letzten Jahren immer beliebter wurde, ist die fondsgebundene Lebensversicherung. Sie ist vor allem aufgrund ihrer höheren Renditechancen sowie der Flexibilität bei vielen Versicherungsnehmern besonders angesagt. Anders als bei der klassischen Lebensversicherung, bei der die Beiträge der Anleger meist zu einem festen Zinssatz angelegt werden, investiert die fondsgebundene Lebensversicherung den Sparanteil in lukrative Investmentfonds.
Welche Investmentfonds hierbei gewählt werden, können Sie als Anleger selbst entscheiden. Je nach Risikoeinstellung können die Versicherungsnehmer entweder in Aktien- oder Rentenfonds investieren. Auch die Anlage in Mischfonds ist grundsätzlich möglich. Viele Versicherungsunternehmen bieten ihren Versicherten zudem an, die ausgewählten Fonds einmal im Jahr kostenfrei zu tauschen. So ist es beispielsweise möglich, auf Kursveränderungen zu reagieren oder einmal erzielte Kursgewinne abzusichern. Das macht zum Beispiel kurz vor Rentenbeginn Sinn.
Grundsätzlich bietet die fondsgebundene Lebensversicherung, ebenso wie die klassische Lebensversicherung, eine garantierte Todesfallsumme für den Versicherungsfall. Diese Todesfallsumme wird unabhängig von der Entwicklung der Investmentfonds ausgezahlt. Anders ist es bei der Geldsumme, die im Erlebensfall, also zum Ablauf des Versicherungsvertrages ausgezahlt wird. Diese Kapitalsumme orientiert sich an der Entwicklung der zugrunde liegenden Fonds. Ausgezahlt werden dabei die erworbenen Fondsanteile sowie deren Wertentwicklung.
Die Wertentwicklung von Investmentfonds kann nicht vorhergesagt werden, langfristig bieten sie aber hohe Renditechancen. Klassische Lebensversicherungen werden lediglich mit dem Garantiezins von 2,25% pro Jahr verzinst. Dazu erhalten Anleger die Überschussanteile der Versicherung, die sich ebenfalls an der Entwicklung der Geldanlagen der Versicherungsgesellschaft orientiert. Die fondsgebundene Lebensversicherung hingegen kann, je nach gewähltem Investmentfonds, Renditen von 6-9 % pro Jahr erreichen.
Überdies bietet die fondsgebundene Lebensversicherung zahlreiche weitere Vorteile. So können bei diesen Verträgen Teilauszahlungen und Kapitalentnahmen während der Laufzeit vorgenommen werden. Außerdem erzielen Anleger mit diesen Verträgen eine geringe Steuerbelastung. Seit der Einführung der Abgeltungssteuer müssen Kapitalerträge mit 25 % Abgeltungssteuer versteuert werden, gleiches gilt für Erträge innerhalb des Fonds.
Bei der fondsgebundenen Lebensversicherung hingegen können Fondsausschüttungen während der Laufzeit unversteuert vereinnahmt werden, was zu einem Steuerstundungseffekt führt. Erst bei Auszahlung der Erträge entsteht die Steuerpflicht, dann jedoch zum persönlichen Steuersatz. Erfolgt die Auszahlung erst ab dem 60. Lebensjahr, sind sogar nur 50 % der Ertragsanteile steuerpflichtig.
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